Prise de position de l'AROPI sur les Directives IPI en matière d'AOP/IGP

Prise de position adressée à Messieurs Eric Meier et Olivier Veluz, en date du 9 septembre 2016

Monsieur le Vice-Directeur, Cher Eric, 

L’AROPI remercie vivement l’IPI et sa division des marques pour l’occasion donnée de s’exprimer sur le projet de nouvelles Directives. Le projet nous apparaît clair et détaillé, ce qui ne va pas forcément de soi pour une procédure qui n’est pas encore entrée en vigueur. Nous félicitons donc l’IPI pour ce travail effectué en amont, qui facilitera grandement la tâche des utilisateurs.

Il est vrai que dans ce domaine, nous pouvons nous appuyer sur l’abondante jurisprudence rendue dans le cadre des appellations agricoles. Nous remarquons que l’IPI incorpore cette jurisprudence dans le projet de directives. Ceci est également à saluer, tant il est vrai qu’il n’existe probablement rien de pire pour un utilisateur en matière d’insécurité juridique, lorsque des autorités ou tribunaux suivent une pratique divergente dans un domaine précis. 

L’AROPI soutient donc le projet de directives. Dans le détail, elle se permet cependant les quelques remarques suivantes :

Coûts

Nous remarquons que contrairement à ce qui se passe en matière d’AOP agricole ainsi que pour les ordonnances de branche en matière d’indications de provenance, la procédure d’enregistrement des AOP/IGP non agricoles ne sera pas gratuite. Si nous comprenons la situation, nous préconisons de fixer des taxes modérées, afin de ne pas dissuader d’éventuels utilisateurs. Dans ce contexte, nous partons du principe que la taxe indiquée dans la version français (ch. 2.6.1) de CHF 44'000 (sic !) est une erreur. Même une taxe de CHF 4'000 nous semble trop élevée.

Représentativité (ch. 3.1.1.1. p. 33) 

Si le critère de la représentativité par les parts de marché se prête relativement bien en matière agricole, tel n’est pas le cas pour la plupart des autres domaines. En effet, les chiffres de production constituent souvent des secrets d’affaires qui ne sont pas divulgués. Il est donc souvent impossible de démontrer des parts de marché de manière précise. Nous invitons donc l’IPI à appliquer ce critère des parts de marché de manière relativement souple, afin de ne pas rendre impossible a priori le dépôt de demandes dans de nombreux secteurs. Ce critère de la représentativité pourrait être (comme il est prévu) examiné ensuite de manière plus précise en cas d’opposition fondée.

Délimitation de l’aire géographique (ch. 3.2 p. 35)

Il convient ici également de faire preuve dune certaine souplesse lorsque l’aire géographique mentionnée dans l’appellation ne se laisse pas déterminer par des frontières politiques (comme un canton ou une commune) : p. ex. « arc lémanique », « Suisse Orientale » « Suisse Centrale » etc.

Typicité du produit et « lien au terroir » (ch. 4.3. p. 41) 

La notion de « lien au terroir » ne se prête pas vraiment en matière d’industrie ou de services. Il conviendrait plutôt de mettre en avant la réputation d’une région. Le terroir est une notion purement agricole.

Nous vous remercions de prendre en compte ces quelques réflexions et restons à votre disposition pour toute question complémentaire.

Veuille agréer, Monsieur le Vice-Directeur, Cher Eric, l’expression de mes sentiments distingués.

Guillaume Fournier, Président

Prise de position de l'AROPI: USR III & Patentbox

Prise de position élaborée conjointement avec la VESPA et la VSP, adressée à Monsieur Baumer et Madame et Madame Pfammatter de la Division Principale Politique Fiscale 

1. Einfachheit des Systems 

Ein einfach handhabbares und unbürokratisches System würde von Nutzern vor allem auch im internationalen Standortwettbewerb sicher geschätzt. Gemäss der Botschaft des Bundesrats1 soll die Patentbox insbesondere auch den KMUs dienen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass die Verordnung dieses Ziel angemessen berücksichtigt. Ins-besondere sollte gewährleistet werden, dass die administrativen Anforderungen nicht zu hoch angesiedelt werden. 

a) Vereinfachtes Regime für KMUs 

Es wird angeregt, für KMUs ein vereinfachtes System bereitzustellen, das insbesondere den Aufwand für die Abrechnung nach Art. 24a E-StHG2 reduziert, zu-mal ein KMU ohne unzumutbaren Aufwand kaum in der Lage sein wird, die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Zusammenhang mit einem Schutz-recht / einer Erfindung genau abzugrenzen. Ohnehin sollten beim „tracking and tracing“ nicht die in der Grossindustrie allenfalls üblichen Dokumentationen als Mindeststandard im Rahmen der Patentbox angelegt werden. Das würde der Realität in KMUs nicht gerecht und den Zugang für KMUs übermässig erschweren. 

Ein denkbarer Ansatz läge z.B. darin, die Möglichkeit einer Abrechnung nach Art. 24a Abs. 2 E-StHG2 durch eine Pauschale (zumindest für KMUs) zu implementieren. Dass auf die Abrechnung nach Art. 24a Abs. 2 E-StHG2 verzichtet werden kann, ist mit Abs. 3 explizit vorgesehen; es muss nur sichergestellt werden, dass die Besteuerung innert fünf Jahren nach der erstmaligen Besteuerung auf andere Weise erfolgt. Die vorgeschlagene Pauschale könnte beispielsweise als prozentualer Anteil des Erfolgs aus den Patenten erhoben werden. Eine solche Möglichkeit würde für KMU jedenfalls eine erhebliche Vereinfachung darstellen, wenn nicht gar den Zugang zur Patentbox überhaupt erst ermöglichen. 

b) Ausstieg aus der Patentbox 

Gemäss Art. 24a Abs. 2 E-StHG2 müssen die in vergangenen Steuerperioden bereits berücksichtigten F&E-Ausgaben sowie ein Abzug nach Art. 25a E-StHG2 zum steuerbaren Reingewinn hinzugerechnet werden, und zwar bei der erstmaligen Steuerermässigung. 

Falls sich jedoch kein relevanter Erfolg aus den Patenten oder vergleichbaren Rechten einstellt, könnte dies einen erheblichen Nachteil insbesondere für KMUs bedeuten: Der Vorteil des Steuerabzugs für F&E-Ausgaben wäre unwiderruflich dahingefallen. Daher wird angeregt, dass eine Ausstiegsklausel vorgesehen wird, die zumindest für einen gewissen Zeitraum (beispielsweise für die in Art. 2 24a Abs. 3 E-StHG2 genannten 5 Jahre) die Rückkehr zum Ursprungszustand ermöglicht. Das würde uns auch gut kompatibel mit der Pauschale erscheinen (siehe oben). 

2. Patente und „vergleichbare Rechte“ 

a) Definition der vergleichbaren Rechte 

Aus der Diskussion anlässlich der Anhörung haben wir verstanden, dass eine sehr breite Definition der vergleichbaren Rechte angestrebt wird. Das begrüssen wir sehr. Ein sehr breites Verständnis deckt sich auch mit den Möglichkeiten des OECD Berichts3. 

Auch materiell nicht geprüfte Schutzrechte sind in Ziff. 35 des OECD Berichts3 explizit genannt (utility models) und somit OECD konform. Ein Schweizer Patent sollte daher jedenfalls Grundlage für die Patentbox sein können – unabhängig davon, ob vollgeprüft (auf Neuheit und erfinderische Tätigkeit) oder nicht. 

Insbesondere die Note 5 (Seite 41 des OECD Berichts3), auf die in Ziff. 34 verwiesen wird, ist beachtenswert (Hervorhebung hinzugefügt): 

„For this purpose, legal protection includes exclusive rights to use the IP as-set, legal remedies against infringement, trade secret law, and contractual and criminal protection against use of the IP asset or unauthorised disclosure of information related to the IP asset.“ 

Es kommen also unseres Erachtens nicht nur die explizit in Ziff. 35 des OECD Berichts3 genannten Schutzrechte in Frage, sondern auch bspw. exklusive Lizenzen an solchen Schutzrechten. 

Wir regen an, im Rahmen der Verordnung eine nicht-abschliessende Liste vergleichbarer Rechte zu erstellen, um die Möglichkeiten der Patentbox auch und gerade für KMUs von Anfang an transparent darzustellen. 

b) Das Zeitfenster zwischen Anmeldung und Erteilung des Schutzrechts 

Da auch materiell ungeprüfte Schutzrechte Gegenstand der Patentbox sein können (s.o.), stellt sich die Frage, ob zwingend die Erteilung bzw. Registrierung ab-gewartet werden muss. Das könnte als übertrieben formalistisch erscheinen. Vorstellbar wäre, dass man auch die Anmeldung eines Patents oder eines vergleichbaren Rechts bereits als Grundlage akzeptiert, vorbehaltlich der späteren Erteilung bzw. Registrierung. Wir würden das begrüssen. Sollte es später wider Erwarten doch nicht zu einer Erteilung bzw. Registrierung kommen, könnte eine Rückforderung vorgesehen werden. Im Falle eines erteilten Schutzrechts sollte eine solche Rückforderung jedoch nicht vorgesehen werden (s.u.). 

Die Dauer des Registrierungs- bzw. Prüfungsverfahrens, die mehrere Jahre be-tragen kann, liegt nur sehr begrenzt in den Händen der Anmelder. Nutzer des Systems könnten es deshalb aus Gründen der Rechtssicherheit vorziehen, bis zur Erteilung des Schutzrechts zuzuwarten, bevor es in die Patentbox eingebracht wird. Es stellt sich die Frage, ob es dann nicht möglich sein sollte, eine auf den effektiven Anmelde- bzw. Prioritätstag des Schutzrechts rückwirkende Regelung vorzusehen. Das könnte bspw. an eine Deklaration des Bestehens der Anmeldung in der/den zurückliegenden Steuerperiode(n) gekoppelt werden. 

c) Orphan drugs / Unterlagenschutz 

In der Anhörung wurden die sogenannten „orphan drugs“ (wichtige Arzneimittel für seltene Krankheiten) kurz angesprochen. Es erscheint uns in diesem Zusammenhang der Hinweis wesentlich, dass orphan drugs in der Schweiz zwar vereinfacht zugelassen werden können;4 sie geniessen jedoch keine Marktexklusivität. Dies im Unterschied beispielsweise zur EU, wo orphan drugs eine 10-jährige Marktexklusivität geniessen; eine Verlängerung um weitere zwei Jahre bei paediatrischer Zulassung ist möglich. 

Die Marktexklusivität ist nicht zu verwechseln mit dem sogenannten Unterlagenschutz der Zulassungsunterlagen. Gemäss dem geänderten Heilmittelgesetz wird bei Arzneimitteln für seltene Krankheiten ein Unterlagenschutz von 15 Jahren gewährt (Art. 11b, Abs. 4 E-HMG5). Dritte erhalten somit während dieser Zeit keine Einsicht und können einen eigenen Zulassungsantrag nicht auf diese Unterlagen stützen. Eine Marktexklusivität für das orphan drug an sich besteht aber nicht; Dritte könnten ohne Weiteres – und zwar ebenfalls per vereinfachter Zulassung, jedoch basierend auf eigenen Unterlagen – mit demselben orphan drug am Markt teilnehmen. 

Es stellt sich somit die Frage, inwiefern es sich beim Unterlagenschutz (nicht nur bei orphan drugs, sondern grundsätzlich) um ein IP Asset gemäss dem OECD Bericht3 handelt: In Ziff. 35 ist erläutert, worum es sich bei IP Assets der ersten Kategorie („patents defined broadly“) handeln kann. Das Institut des Unterlagenschutzes gibt es auch in OECD Ländern, insbesondere in der EU; es wird aber in dem Report nicht explizit erwähnt. All den in Ziff. 35 genannten Titeln ist vielmehr gemeinsam, dass es sich um Ausschlussrechte handelt, die Marktexklusivität für ein Produkt gewährleisten („Orphan drug designations […] grant exclusive rights to the innovations.“). Das ist beim blossen Unterlagenschutz nicht der Fall. Allerdings kann der Unterlagenschutz unseres Erachtens unter den Begriff „Know-How“ subsumiert und daher als vergleichbares Recht zu Patenten betrachtet werden (siehe hierzu nachstehend, lit. d). 

d) Know-How 

In der Anhörung wurde kurz auch das Thema Know-How angesprochen. Know-How ist ein nicht zu unterschätzendes IP Asset von durchaus grosser Bedeutung in der täglichen Praxis. Es stellt sich die Frage, ob Know-How auch als vergleichbares Recht zu Patenten gelten kann. Es erscheint jedenfalls kein relevanter Unterschied zum Unterlagenschutz zu bestehen. Gemäss Ziff. 34 des OECD Berichts3 soll gelten (Hervorhebung hinzugefügt): 

„[T]he only IP assets that could qualify […] are patents and other IP assets […] if those IP assets are both legally protected5 and subject to similar approval and registration processes, where such processes are relevant.“ 

Ein Genehmigungs- oder Registrierungsverfahren für Know-How gibt es in der Schweiz nicht. Solche Verfahren sind für Know-How nicht relevant. Rechtlich geschützt ist Know-How im Sinne der Note 5 (siehe Zitat oben) als Teil von Geschäftsgeheimnissen, welche etwa durch Art. 162 StGB strafrechtlich geschützt sind. Es erscheint somit jedenfalls nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass Know-How als vergleichbares Recht qualifiziert. Zu definieren wäre, was Know-How ist. Ein Anhaltspunkt für eine geeignete Definition könnte der Vorschlag für eine RICHTLINIE DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher Geschäftsinformationen (Geschäftsgeheimnisse) vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung sein;6 Art. 2(1) definiert Geschäftsgeheimnisse folgen-dermassen: 

„Geschäftsgeheimnis“: Informationen, die alle nachstehenden Kriterien erfüllen: 

a) sie sind in dem Sinne geheim, dass sie weder in ihrer Gesamtheit noch in der genauen Anordnung und Zusammensetzung ihrer Bestandteile den Personenkreisen, die üblicherweise mit dieser Art von Informationen umgehen, allgemein bekannt oder ohne weiteres zugänglich sind; 

b) sie sind von kommerziellem Wert, weil sie geheim sind; 

c) sie sind Gegenstand von den Umständen entsprechenden angemessenen Geheimhaltungsmassnahmen der Person, die die rechtmäßige Kontrolle über die Informationen besitzt. 

e) Computerprogramme 

Gemäss Art. 2 Abs. 3 URG sind Computerprogramme als Werke urheberrechtlich geschützt. Auch der OECD Bericht3 sieht urheberrechtlich geschützte Computerprogramme bzw. Software in Ziff. 36 ausdrücklich vor. Urheberrechtlich geschützte Software sollte im Rahmen der Berechnung des Erfolgsanteils gleich wie andere Schutzinstrumente behandelt werden. Ziff. 48 des OECD Berichts3 sieht vor, dass „[…] embedded income from the sale of products and the use of processes directly related to the IP asset“ stammen kann. Wir regen an, dass dies auch für Software gelten sollte. 

f) Laufzeit 

In der Anhörung wurde auch kurz thematisiert, ob ein IP Asset über seine Lauf-zeit hinaus Gegenstand der Patentbox sein kann. Das erschiene uns bei einem publizierten Schutzrecht nicht OECD-konform. Mit Ablauf der Schutzdauer kann jedermann die ehemals geschützte Lehre frei nacharbeiten. Die erwähnte Ziff. 35 des OECD Berichts3 stellt durchgehend auf die Schutzwirkung ab („protection“, „exclusive control“, etc.). Gerade auch die Tatsache, dass die sogenannten ergänzenden Schutzzertifikate als mögliche Verlängerung dieses Schutzes er-wähnt sind („extend the exclusive right“), verdeutlicht unseres Erachtens klar, dass ein publiziertes Schutzrecht per Ende der Laufzeit nicht mehr Gegenstand der Patentbox sein kann. 

3. Der Anteil des Erfolg aus Patenten und vergleichbaren Rechten 

Im Rahmen des Art. 24a E-StHG2 wird der Anteil des Erfolgs aus Patenten und vergleichbaren Rechten zu bestimmen sein, der auf den F&E-Aufwendungen beruht. Aus Gründen der Rechts- und Planungssicherheit regen wir eine pragmatische Lösung an. Wenn ein Produkt ein patentgeschütztes Element enthält, so ist der Verkauf des identischen Produkts durch Dritte verunmöglicht. Insofern gibt es gute Gründe für eine pragmatische Lösung, die den Gesamterfolg mit solchen Produkten der Patentbox zugänglich macht. Andernfalls wären aufwändige und in jedem Einzelfall vorzunehmende Gut-achten und Marktstudien erforderlich, deren Ergebnis ohnehin kaum je eindeutig und unanfechtbar wäre. Ein solches System erscheint nicht erstrebenswert. 

4. Rückforderungen bei Verlust des Schutzrechts 

Aus Gründen der Rechts- und Planungssicherheit insbesondere für KMUs sollte von Rückforderungen bei allfälligem Verlust des Schutzrechts nach Erteilung (beispielsweise in einem Einspruchs- oder Nichtigkeitsverfahren) im Grundsatz abgesehen werden. Ausnahmen bei offensichtlichem Missbrauch könnten vorbehalten bleiben. 

Es sollte nicht zwingend ein vollgeprüftes Patent vorgesehen werden, um guten Glauben an den Rechtsbestand voraussetzen zu können; das gilt insbesondere für KMUs. Allerdings sollte der Inhaber bei Bestehen eines materiell geprüften Schutzrechts jeden-falls davon ausgehen dürfen, über ein qualifizierendes IP Asset zu verfügen – auch wenn es sich später einmal in einem Einspruchs- oder Nichtigkeitsverfahren als nicht rechtsbeständig herausstellen sollte. 

5. Territorialität der Schutzwirkung 

Es sollte klargestellt werden, welche Folgen es hat, wenn nicht in allen Ländern, in denen ein patentgeschütztes Produkt vertrieben wird, ein entsprechendes Schutzrecht be-steht. Es wird häufig nur in einigen der kommerziell wichtigsten Ländern ein Schutzrecht angestrebt; das verbleibende patentfreie Territorium erscheint für Konkurrenten typischerweise so unattraktiv, dass eine Nutzung durch Dritte auch in diesen Ländern ohne Weiteres unterbleibt. Auch andere Gründe wie beispielsweise sehr langwierige / kosten-intensive Prüfungsverfahren, unzuverlässigere Rechtssysteme etc. spielen bei der Selektion der Länder häufig eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund erachten wir eine territoriale Abgrenzung der Schutzwirkung im Hinblick auf die Vertriebsländer als wenig sinnvoll; darauf sollte verzichtet werden. 

Diego Vergani, Membre de la Commission de Droit Suisse

Prise de position lors de la consultation relative aux modifications d'ordonnances sur la propriété intellectuelle du 12 août 2016

Position de l’Association Romande de Propriété Intellectuelle (AROPI) adressée à Monsieur Felix Addor à l'Institut fédéral de propriété intellectuelle

Cher Monsieur, 

L’Association Romande de Propriété Intellectuelle (ci-après « AROPI ») a été sollicitée le 11 juillet 2016 par l’Institut Fédéral de la Propriété Intellectuelle (ci-après « l’IPI ») dans le cadre de consultation visée en référence et a ainsi l’avantage de vous faire part ci-après de ses remarques. 

I. Observations générales 

L’AROPI salue les efforts de l'Institut Fédéral visant à simplifier et harmoniser les différentes ordonnances en matière de propriété intellectuelle. Ceci permet notamment de conférer à l'Institut davantage de flexibilité en matière procédurale et lui permet de s'adapter plus facilement aux moyens de communication électroniques modernes, ce qui est tout à l’avantage des utilisateurs du système. 

L’AROPI n’a pas de remarques particulières à faire valoir en ce qui concerne la majorité des modifications, qui portent par ailleurs pour l’essentiel sur des aspects formels ou d'ordre rédactionnel. 

Toutefois, l’AROPI souhaite que l’IPI prenne en considération ses commentaires au sujet des points mentionnés ci-dessous. 

II. Observations concernant certaines modifications 

Taxes de classes (article 18 OPM - let. B. chiffre 4, page 6 des Commentaires de l'IPI) 

L’AROPI s’oppose fermement à la non-restitution des taxes de classes en cas de rejet d’une demande de marque, tel que prévu par l’IPI (voir let. B. chiffre 4, page 6 des Commentaires de l'Institut). L’IPI prévoit en effet que les taxes de classes seront prélevées au dépôt et non plus à l’enregistrement selon l’article 18 al. 3 in fine OPM. L’IPI contourne ainsi la LPM qui prévoit que « Pour le dépôt, les taxes prévues à cet effet par l'ordonnance sont dues. » Il s’agit à notre avis d’une augmentation des taxes déguisée à laquelle l’IPI doit renoncer au vu du contexte économique général. Cette approche a déjà été critiquée par d’autres associations lors de la dernière rencontre de Printemps et nous comprenons que l’ensemble des utilisateurs va s’exprimer dans ce sens. 

Langue de la procédure (voir let. A. chiffre 2, page 1 des Commentaires de l'IPI) 

En procédure de marques, tout comme pour les design et les brevets, l’AROPI estime qu’il devrait être possible de choisir la langue officielle au moment du dépôt de marque, quitte à ce que l’IPI prévoit que, sans autres indications du déposant, la langue de procédure est déterminée par la langue de la liste des produits et des services à couvrir. Il serait donc tout à fait approprié d’inscrire ce principe dans la disposition de l’OPM correspondante (art. 3 OPM), à l’instar des dispositions équivalentes pour les design et brevets (art. 3 al. 1 ODes et art. 4 al. 2 OBI). 

L’AROPI conteste que la langue de procédure soit déterminée de manière contraignante (« verbindlich ») par la liste déposée (puis publiée) des produits et des services. Ceci est à notre avis contraire au principe de la liberté de la langue et n’est justifié par aucun texte légal actuel ou projeté (l’art. 3 OPM ne prévoit justement rien à ce sujet). En effet, les utilisateurs du système devraient pouvoir combiner la langue officielle d'une procédure avec une liste de produits et services dans une autre langue officielle (enregistrement en français avec une liste de produits et/ou services en allemand ou vice-versa par exemple), respectivement devraient pouvoir choisir une autre langue officielle dès le début. Une telle flexibilité pourrait amener plus de simplicité pour les utilisateurs du système en évitant de traduire d'une langue nationale à l'autre en fonction de la langue de prédilection de leur client ou d’éventuels enregistrements internationaux. On ne voit pas quels impératifs juridiques s'opposeraient à la liberté de choisir une « langue de dépôt » différente de la langue de la liste des produits et services déposés (si ce n'est peut-être d'hypothétiques considérations d'ordre esthétique pour la publication des marques en deux langues officielles). 

Inscriptions d’un mandataire ou d’un domicile de notification (voir let. A. chiffre 4, page 2 des Commentaires de l'IPI) 

L’AROPI salue l’effort de l’IPI visant à « institutionnaliser » la pratique des procurations dites « ad hoc ». Dans ce contexte, l’AROPI demande à l’IPI d’étudier et institutionnaliser de la même manière sa pratique en matière de domicile de notification au sens de l’article 42 LPM, en la mentionnant expressément et en prévoyant la publication du domicile de notification (avec une modification de l’art. 40 OPM). En effet, nous savons que l’IPI a déjà développé une pratique en la matière et procède à l’inscription d’un tel domicile de notification pour les enregistrements de marques suisses, sans procéder à sa publication. 

Par ailleurs, l’AROPI demande à l’IPI d’étudier la possibilité d’inscrire un mandataire suisse en tant que domicile de notification pour les enregistrements internationaux de designs ou de marques désignant la Suisse. Ceci pourrait en effet permettre à leurs titulaires étrangers de disposer d’une adresse de notification en Suisse à laquelle l’IPI pourrait faire suivre toute communication officielle, notamment une requête en déchéance telle que prévue par la nouvelle LPM entrant en vigueur le 1er janvier 2017 en ce qui concerne les marques. 

III. Conclusions 

L’AROPI salue l’élaboration d’ordonnances harmonisées et simplifiées en matière de propriété intellectuelle. En même temps, l’AROPI demande que les observations ci-dessus soient dûment prises en compte dans ce projet de modification d’ordonnances. 

En vous remerciant de l’attention que vous porterez à ces lignes, nous vous prions de croire, cher Monsieur, à l’expression de notre considération distinguée. 

Guillaume Fournier, Président

Eric Rojas, Vice-Président

Prise de position de l'AROPI concernant les propositions de modifications du TFB

Position du 31 mars 2016 adressée à Monsieur le Président du Tribunal des Brevets, Dieter Brändle

Monsieur le Président, Cher Confrère,

En référence à votre courrier en annexe adressé à mon prédécesseur François Griesmar, je vous reviens en tant que nouveau président de l’AROPI avec la prise de position de cette dernière sur les questions posées.

A titre liminaire, je tiens à vous remercier pour l’occasion qui nous est accordée de donner l’avis des utilisateurs. Dans ce contexte, l’AROPI soutient les modifications proposées.

La plupart de celles-ci concernent en effet des mesures d'organisation interne au tribunal susceptibles d’augmenter encore son efficience. Le fait que l'anglais soit admis de manière plus large tend vers plus de flexibilité. Cela est à saluer et est susceptible de renforcer l'attractivité de la place judiciaire suisse au niveau international.

La modification matérielle principale concerne l'art. 27 let. a. LTFB. Le tribunal fédéral des brevets souhaite rendre plus difficile les limitations à titre subsidiaire (eventualiter‎) d'un brevet après qu'un « Fachrichtervotum » ait déclaré ce dernier comme nul,  afin de réduire le travail du tribunal et d’essayer d'éviter un nouveau « Fachrichtervotum » sur les nouvelles revendications.

La modification laisse a contrario la pleine possibilité de limiter les revendications d'un brevet à titre principal après le « Fachrichtervotum ». C'est uniquement la limitation à titre subsidiaire qui est concernée et autorisée désormais uniquement dans la mesure où on peut invoquer un fait nouveau (novum).

L’AROPI trouve cette proposition justifiable d'un point de vue de l'économie de procédure. La latitude suffisante est par ailleurs laissée au demandeur (pour autant que ce dernier ait allégué et motivé (« substanziert »)  durant les échanges d'écriture tous les éléments permettant de procéder ensuite (après un « Fachrichtervotum » négatif quant à la validité du brevet) à une limitation des revendications ; pour autant que dite limitation se fasse à titre principal.

Nous vous souhaitons bonne réception de la présente et je me tiens bien entendu à votre disposition pour toute question.

31.03.2016

AROPI – Guillaume Fournier, Président

 

 

 

 

Prise de position de l’AROPI concernant le projet de révision de la loi sur le droit d'auteur (LDA)

Position du 31 mars 2016 adressée à Madame la Conseillère Fédérale Simonetta Sommaruga

Chère Madame la Conseillère fédérale,

L’AROPI – l’Association Romande de Propriété Intellectuelle – regroupe plus de deux tiers des professionnels du métier localisés en Suisse Romande. Elle regroupe notamment des ingénieurs brevets, des juristes, des conseils en marques, et des avocats dont la profession est de protéger les titulaires contre toute violation de leurs droits.

Comme rappelé dans le rapport explicatif, les modifications proposées de la LDA visent un juste équilibre entre les intérêts multiples et variés des artistes, de l’économie culturelle, des utilisateurs d’œuvres protégées par le droit d’auteur et des consommateurs en général. Il est effectivement nécessaire que notre droit se modernise au regard de l’évolution des nouvelles technologies.

Par modernisation, nous entendons la mise en place de solutions qui puissent être non seulement novatrices, mais aussi pérennes, pour protéger les auteurs et les consommateurs ; c’est pourquoi l’AROPI a décidé de communiquer au Département fédéral de justice et police (DFJP) une prise de position commune sur le projet de révision de la loi sur le droit d’auteur (P-LDA).

Vous trouverez ci-dessous nos commentaires sur les nouveaux articles proposés dans ce projet.

 

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Prise de position de l’AROPI concernant le projet de révision des Directives en matière de marques de l'IPI en vue du 1er janvier 2017

Position du 19 mars 2016 adressée à Messieurs Meier et Teutsch de l'IPI

Au nom de l'AROPI, nous remercions vivement l'Institut fédéral pour la consultation des milieux intéressés sur ce sujet.

L’AROPI est d’avis que l’ensemble du projet est d’excellente facture et inspire le respect. La (nouvelle) partie générale apporte une logique supplémentaire fort appréciée. Il est toutefois à regretter que l’IPI ne s’appuie sur la jurisprudence du TAF que lorsque celle-ci est favorable à la pratique existante, notamment en matière d’indications de provenance, de marques tridimensionnelles et de marques imposées. Une adaptation de la pratique de l’IPI dans ces domaines, à la lueur des arrêts du TF/TAF (dont l’arrêt du Tribunal fédéral du 4 décembre 2015 no 4A_357-2015 « INDIAN MOTORCYCLE ») serait souhaitable.

Vous trouverez listés ci-dessous nos commentaires relatifs à quelques points spécifiques, en suivant la numérotation du projet selon la table des matières.

 

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